Inside neunzehn – heute mit Kim

Inside neunzehn – heute mit Kim

Wie bist du zu neunzehn innovations gekommen? Ich habe ein junges, dynamisches Unternehmen gesucht, in dem ich moderne KI-Technologien nicht nur erforsche, sondern auch in realen Projekten einsetze. So bin ich auf neunzehn innovations gestoßen. Die Kombination aus Start-up-Mentalität und KI-Fokus passte genau zu meinen Vorstellungen.

Was ist deine Rolle und was sind deine Kernaufgaben? Ich betreue Kundenprojekte von der Idee bis zur Umsetzung und entwickle als Fullstack-Entwickler die Lösungen. Konkret heißt das: Ich kläre Anforderungen mit unseren Kunden, konzipiere passende KI-Lösungen und setze sie technisch um – von der Integration bestehender Modelle bis zur Automatisierung ganzer Prozesse.

Was hat dich daran gereizt, als erster Mitarbeiter in ein junges Unternehmen einzusteigen? In einem Start-up bekomme ich Einblick in alle Geschäftsbereiche und bin direkt in viele Prozesse eingebunden. Mich reizt, live zu erleben, wie ein Unternehmen wächst, wie sich Verantwortlichkeiten verschieben und Prozesse weiterentwickeln. Dazu kommt: Ich arbeite gern dynamisch – mit wenig Bürokratie, schnellen Entscheidungen und Raum für Experimente.

Wie hilft dir dein Physik-Hintergrund bei der täglichen Arbeit? Im Physikstudium habe ich gelernt, komplexe Fragestellungen präzise zu erfassen und strukturiert, datenbasiert und lösungsorientiert zu bearbeiten. Außerdem kann ich mich schnell in neue, abstrakte Themen einarbeiten – eine wichtige Fähigkeit in einem schnelllebigen Feld wie KI.

Du hast dich intensiv mit Diffusionsmodellen beschäftigt – was fasziniert dich daran? Diffusionsmodelle faszinieren mich, weil sie komplexe Probleme in viele einfache Schritte zerlegen und so auch mit begrenzter Hardware hochwertige Ergebnisse liefern. In meinen Projekten arbeite ich oft mit Flow-Matching-Ansätzen. Sie folgen einem ähnlichen Prinzip, erlauben aber effizienteres Training und Sampling.

Welche Technologien, Methoden oder Trends findest du aktuell besonders spannend Besonders spannend finde ich agentische KI-Systeme – also Agenten, die komplexe Aufgaben selbstständig planen und ausführen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung jenseits einfacher Ein-Input-ein-Output-Anwendungen. Gleichzeitig sehe ich hier große sicherheitstechnische Herausforderungen: Steuerung und Begrenzung solcher Systeme sind noch nicht ausgereift. Trotzdem ist beeindruckend, was heute schon möglich ist – etwa bei Projekten wie OpenClaw.

Was unterscheidet die Arbeit bei neunzehn innovations von dem, was du vorher gemacht hast Früher habe ich vor allem Ende-zu-Ende-Computer-Vision-Modelle entwickelt – von der Datenaufbereitung über Architekturdesign und Training bis zur Evaluation. Bei neunzehn innovations arbeiten wir an der Schnittstelle zwischen Technologie und Anwendung. Wir nutzen State-of-the-Art-Modelle, aktuell vor allem LLMs, und integrieren sie in konkrete Geschäftsprozesse. Ziel sind pragmatische, wertstiftende Lösungen. Der Fokus liegt derzeit auf Sprachmodellen, aber wir bauen zunehmend auch multimodale Ansätze aus.

Was war dein Aha-Moment mit künstlicher Intelligenz? Mein Aha-Moment kam mit den ersten generativen Bildmodellen, die plötzlich realistische neue Szenen erzeugen konnten. Das hat mich sofort fasziniert – und ich wollte verstehen, wie das funktioniert. Kurz darauf habe ich mir das Deep-Learning-Buch von Yoshua Bengio bestellt und eine Vorlesung zu Computer Vision belegt. Seitdem lässt mich KI nicht mehr los.

Was hilft dir, in einem digitalen Umfeld fokussiert und kreativ zu bleiben? Mir hilft es, bewusst offline zu gehen: raus an die frische Luft, gut essen, den Kopf frei bekommen. Außerdem lagere ich nicht alles an KI aus. Kreativität entsteht für mich auch dadurch, Ergebnisse kritisch zu hinterfragen und eigene Ideen zu entwickeln – nicht nur Prompts zu schreiben.

Was macht Teamarbeit bei neunzehn innovations für dich besonders? Ich schätze die flachen Hierarchien und die Offenheit für neue Ideen. Vorschläge finden schnell Gehör und lassen sich direkt ausprobieren. Da wir alle für KI brennen, ziehen wir inhaltlich an einem Strang. Das schafft eine Atmosphäre, in der wir uns gegenseitig inspirieren und schnell vorankommen.

Was hast du in deiner bisherigen Zeit bei neunzehn gelernt, womit du nicht gerechnet hättest? Ich habe gelernt, wie wichtig pragmatische Lösungen sind. Nicht immer ist das technisch eleganteste Modell die beste Wahl. Oft gewinnt die Lösung, die robust, verständlich und gut integrierbar ist.

Was möchtest du in den nächsten 12 Monaten erreichen? Ich möchte mehrere erfolgreiche Kundenprojekte mitgestalten, unser Portfolio im Bereich multimodaler KI-Lösungen ausbauen und meine Expertise in agentischen Systemen vertiefen. Gleichzeitig will ich helfen, Strukturen und Best Practices aufzubauen, damit wir als Unternehmen nachhaltig wachsen können.

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