Digitale Souveränität – das ist bei uns kein Buzzword, sondern Prinzip. Unsere Kunden entscheiden, wo ihre Daten liegen und wer die Systeme betreibt.
Deshalb liefern wir unsere KI-Anwendungen in Containern aus. Container sind standardisierte Pakete. Die komplette Software steckt darin – inklusive allem, was sie zum Laufen braucht. Der Vorteil: Diese Container laufen überall gleich.
Ein Kunde betreibt seine Anwendung auf einem Linux-Server im Büro. Ein anderer nutzt sein Rechenzentrum. Ein dritter wählt einen Cloud-Anbieter seines Vertrauens. Wir deployen die Software dorthin, wo der Kunde sie haben möchte. Seine Infrastruktur, seine Entscheidung.
In den letzten Monaten hat sich etwas verändert. Immer öfter hören wir diese Frage.
Manche Kunden haben keine eigene IT-Infrastruktur. Andere stecken ihre Ressourcen lieber ins Kerngeschäft als in Server-Administration. Wieder andere testen erst mal. Sie wollen sich nicht gleich festlegen.
Gleichzeitig brauchten wir bei neunzehn eine bessere Lösung. Unsere Entwickler brauchen Testumgebungen. Wir betreiben eine zentrale Ablage für Container-Vorlagen – eine Bibliothek für unsere Softwarepakete. Unsere Website braucht ebenfalls Hosting. Bisher war das alles verstreut. Kleinteilig organisiert.
Kubernetes? Das war uns zu aufwendig. Zu komplex. Zu viel Overhead für ein kleines Team.
Wir haben lange gezögert. Kubernetes hat den Ruf, kompliziert zu sein. Man braucht Expertise. Man muss sich einarbeiten. Lohnt sich das wirklich?
Zwei Dinge haben uns überzeugt.
Erstens: Zuverlässigkeit. Unsere Services müssen laufen. Immer. Wenn ein Server ausfällt, soll es niemand merken. Mit einzelnen Servern hatten wir keine echte Redundanz. Mit Kubernetes schon. Geht ein Server verloren, übernehmen die anderen.
Zweitens: Infrastructure as Code. Die gesamte Infrastruktur lässt sich von der Konsole aus beschreiben. In Textdateien. Versioniert. Nachvollziehbar. Keine Klickerei in Admin-Oberflächen. Keine Dokumentation, die veraltet, sobald jemand etwas ändert.
Wir haben uns für Hetzner entschieden. Ein deutscher Anbieter. Faire Preise. Solide Technik.
Unser Cluster besteht aus sechs Servern. Die meisten stehen in verschiedenen deutschen Rechenzentren. Zusätzlich haben wir Redundanzen in Finnland. Falls ein Rechenzentrum Probleme hat, laufen die Anwendungen an anderen Standorten weiter.
Kubernetes verteilt die Container automatisch auf die Server. Es überwacht sie. Startet sie neu, wenn etwas schiefgeht. Verschiebt sie bei Bedarf auf andere Maschinen. Das alles passiert ohne unser Zutun.
Jetzt haben wir eine professionelle Basis. Kunden, die Hosting möchten, bekommen eine zuverlässige Plattform. Unsere eigenen Services laufen an einem zentralen Ort. Unsere Entwickler arbeiten schneller, weil die Infrastruktur da ist.
War Kubernetes aufwendig? Ja. Lohnt es sich? Absolut.
Zahlt sich diese Investition vielleicht erst in Zukunft richtig aus? Wahrscheinlich. Aber sie ist das Fundament für Wachstum und Zuverlässigkeit. Sie ist unser Bekenntnis zu Stabilität in den kommenden Jahren.
Und das Wichtigste: Wir bleiben unserem Prinzip treu. Kunden, die ihre Anwendungen selbst betreiben wollen, können das weiterhin tun. Wer möchte, dass wir es übernehmen, hat jetzt eine gute Option.
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